Fünfzehnter bis einundzwanzigster April zweitausendsechzehn

Grundstimmung: Das Leben ist schön

Die Blogwoche begann mit dem letzten Tag einer sehr stressigen Arbeitswoche. Ich beendete, dank der vorangegangenen Nachtschicht reichlich müde, die Arbeit an einem langen, langwierigen, nervigen Projekt, schüttelte mir sogar noch einen Bericht aus dem Ärmel und verschwand ins Wochenende, das mit einem Workshop begann. Was ich am Workshop zu meckern hatte, ist längst verbloggt, und weil ich meinem Frust vorm Bloggen erst noch beim Kaffeetrinken mit einer Freundin Luft gemacht hatte, konnte ich gar nicht mehr so bissig sein, wie ich gewollt hatte. Eins habe ich für mich mitgenommen: Die Erkenntnis, dass es kaum möglich ist, bei solchen Veranstaltungen nicht mit der Arbeit in Verbindung gebracht zu werden. Das nervt mich, denn das bringt mich automatisch in die Rolle der Repräsentierenden, und die kann und will ich in meiner Freizeit nicht erfüllen.

Samstag Abend packte ich ein Paket, brachte es zur Packstation und ging auf dem Rückweg erstmals in den gigantisch riesigen Supermarkt, der da seit bestimmt einem Jahr rumsteht. Es gibt dort eine Wahnsinnsauswahl an Bier, kalorienreduzierte Nudeln mit einem irrwitzigen Preis/Menge-Verhältnis, Mini-Farfalle und ansonsten alles, was mein kleiner Supermarkt auch hat. Ich denke nicht, dass ich da noch mal hingehen muss.
Sonntag ist in großen Teilen aus meiner Erinnerung verschwunden. Wahrscheinlich habe ich versucht, Ordnung im Computer zu schaffen. Abends gab es jedenfalls leckeres Selbstgekochtes und dem Gegoogle nach einem nicht allzu widerlichen Rezept für Kalten Hund.

Montag dachte ich eigentlich, ich könnte endlich mal wieder das Büro aufräumen. Vorher musste ich noch was ausdrucken und wegschicken. Die schwarz-weiß verpixelte Laserdruckerqualität reichte dafür nicht, und ich pendelte vier Stunden lang zwischen dem Kopierer im Erdgeschoss, meinem Büro im ersten Stock und den Büros diverser Kolleg_innen auf der Suche nach Material. Aber schließlich wurde doch noch alles gut.
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Dienstag machte ich im Homeoffice ein paar Geschichten an der Arbeitswebsite, Mittwoch wurschtelte ich mich durch den durchs Projekt entstandenen Arbeitsrückstand. Damit war die Arbeitswoche für mich auch schon wieder beendet.

Die Blogwoche endete mit einem sehr schönen Tag, der erfüllt war von Sonne, gutem Essen und schönen Begegnungen.

Es ist ein schönes Leben, das ich hier gerade führe. Ich fühle mich frei und abenteuerlustig und lebe eine für mich gesunde Mischung aus Alleinsein und Gesellschaft. Gute Menschen sind neu (real) in mein Leben gekommen, zu einer schon dagewesenen hat sich der Kontakt vertieft, eine Freundschaft ist auf Eis gelegt, bis es wieder passt. Das ist okay, alles andere ist wunderbar.

2 commenti su “Fünfzehnter bis einundzwanzigster April zweitausendsechzehn

  1. dolce vita sagt:

    Kalter Hund – da kommen Kindheitserinnerungen auf.

  2. dolce vita sagt:

    Ach und die letzten 5 Zeilen klingen ganz wunderbar 🙂

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