Fünfter bis elfter Februar zweitausendsechzehn

Grundstimmung: Achduscheiße²
Es ist zu viel Arbeit. Viel zu viel. Und es geschehen drumherum Dinge, die ich nicht verstehen kann. Über die sich alle ärgern, wegen denen es ständig Streit gibt und die trotzdem nicht geändert werden. Wenn kein Wunder geschieht, war zwar ein großer Teil meiner Arbeit nicht umsonst, führt aber nicht zu dem Ergebnis, das ich angestrebt hatte – bzw. das andere mir anzustreben aufgetragen hatten. Ich trage keine Schuld, aber ich muss es vor vielen Menschen – wichtigen Menschen – diplomatisch erklären. Das ist scheiße.
In all den Stress platzte der ehemalige Mitarbeiter, den ich – trotz Schokoladenkuchen – direkt wieder wegschickte. Bei ihm werde ich mich demnächst kniefallend entschuldigen müssen. Wenn ich aufgehört habe, mich über ihn zu ärgern.
Etwas habe ich gelernt, während des Schreibens an eigentlich ziemlich langweiligen Texten, das mich überrascht hat:
Es scheint während des Zweiten Weltkriegs Vereine gegeben zu haben, die sich um deutsche Soldaten, die sich in amerikanischer Kriegsgefangenschaft befanden, kümmerten und ihnen unter anderem Musikinstrumente verschafften. Ich staune und freue mich, zu was Menschen fähig sind.

Gut ist: Ich lese wieder mehr.
Nicht so gut ist, dass ich jetzt mehrere Nächte in Folge von der Ex geträumt habe. Beim Zurückscrollen in meinem Twitteraccount habe ich eine mögliche Erklärung dafür gefunden:

Die Wohnung der Ex dünstete einen eigenartigen Geruch aus, der sich in allen Sachen festsetzt. Sowohl die Bettdecke wie auch der Bezug haben diesen Geruch fünf Jahre lang in sich aufgenommen, dagegen hat eine Wäsche nicht geholfen. Im Traum weiß ich, dass wir getrennt sind, die Ex aber nicht, was mich an den emotional schwierigsten Punkt der ganzen Geschichte zurückbringt. Wach bereue ich aber nichts, das war schon richtig so.

Trotz allem Stress, Ärger, Frust. Ich weiß, dass ich es ziemlich gut habe. Also geht es mir auch gut. Basta.

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