Dal à la Widerspenst

Ich sollte ein Kochbuch schreiben, wurde mir neulich mitgeteilt, und ich dachte: Äh, nein.
Aber ich kann mein Dal-Rezept teilen, das ich basierend auf gefühlt tausend anderen konstruiert habe.

Für einen riesigen Topf nehme ich zwei mittelgroße Zwiebeln und schwitze sie in Ghee an. Dazu schmeiße ich – feingehackt – eine rote Chilischote, ein Stück Ingwer (etwa so groß wie die Nase meines Opas), ein bis zwei Knoblauchzehen und – frisch gemahlen je einen gehäuften Esslöffel Cumin und Koriander.

Das darf eine Weile vor sich hin ziehen und duften, dann schwitze ich einen reichlichen Kaffeebecher voll roten Linsenhälften darin an und lösche mit je einer Dose Kokosmilch und gehackten Tomaten ab. Hinterher fliegt eine Ladung nicht zu klein geschnittener Karotten.

Deckel drauf, zum Kochen bringen, köcheln lassen, hin und wieder umrühren und nach Bedarf Kokosmilch und Dosentomaten nachgießen.
Wenn die Linsen weich sind, schmecke ich mit Salz ab. Falls viele satt werden sollen, gibt es Reis dazu, und wenn mir nach Kontrast ist, schneide ich Mangostückchen auf den Teller, und auf jeden Fall gehört Garam Masala unter jede Portion gerührt.