9. bis 15. April 2018

Die Woche begann um halb sechs. Morgens. Ich machte mich fertig, zog Kind2 an, ging eine Runde mit dem Hund, frühstückte, verließ mit Frau und Kindern das Haus und war eine Stunde vor meiner normalen Zeit bei der Arbeit.

Der Rest der Woche verlief weitestgehend normal. Erwähnenswert ist, dass wir endlich unseren Urlaub buchten. Ganz anders als ursprünglich gedacht. Und mit Sicherheit wunderschön.

Außerdem fuhr ich an einem Tag mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause. Ich hatte das Rad vor Ostern zur Reparatur gebracht, weil ich Sorge hatte, dass mein Sturz im vergangenen Herbst mehr als nur oberflächliche Schäden hinterlassen hat. Hat er nicht, weiß ich jetzt. Und außerdem weiß ich nun, dass der kleinstädtische Fahrradladen um einiges günstiger ist als die Kette, bei der ich fahrradlebenslang kostenlose Inspektionen erhalte. Die Tour war schön. Rückblickend. In der Kleinstadt war ich gut drauf. Im Vorort konnte ich mir nicht vorstellen, den ganzen Weg zu schaffen. Im ersten Dorf überlegte ich, ob ich es bringen kann, mich von meiner Frau einsammeln zu lassen. Im zweiten Dorf hatte ich mich mit meinem Schicksal arrangiert, konnte mir aber nicht vorstellen, wie ich jemals wieder vom Rad runterkommen sollte. Am Ausgang des dritten Dorfs musste ich vom Rad runter, denn der Radweg machte eine Biegung in die falsche Richtung und ich musste die Landstraße überqueren und ein Stück auf der Fahrbahn fahren. Schön mittig und leicht schlenkernd – sicher sein und unsicher wirken ist mein Mittel gegen alllzu enges Überholtwerden. Im vierten Dorf wurde es dann richtig anstrengend. Während die Autos dran vorbei geleitet werden, müssen die Radfahrenden mit der vorhandenen (landwirtschaftlichen) Infrastruktur vorlieb nehmen, und so holperte ich mit meinem schnellen, leichten und komplett ungefederten Rad über Kopfsteinpflaster- und Feldwege. Und ich sah Kälbchen, was ich als Entschädigung gelten lassen konnte. Schneller als erwartet (56 Minuten für 18,5 km) war ich in unserem Dorf und kam ganz schön fertig, aber weniger erschöpft als erwartet, zu Hause an. Das mache ich mal wieder, habe ich mir vorgenommen. Aber nur in diese eine Richtung, denn zwei schnelle Abfahrten am Ende einer Fahrt sind mir lieber als zwei heftige Steigungen am Anfang.

Das Wochenende verbrachten wir zu zweit. Und das war traumhaft schön.