26. März bis 1. April 2018

Da habe ich über das verlängerte Wochenende doch glatt das Wochenende vergessen. Na sowas.

Die Kinder hatten Osterferien und verbrachten die Hälfte davon bei uns. Es war schön und es war anstrengend. Weil ich sehr viel mehr und lauter sprechen und wesentlich schneller reagieren musste, als ich es gewohnt bin. Außerdem war ich so verrückt, Frau und Kinder zu fragen, ob wir meine Eltern einladen wollen. Sie wollten, und meine Eltern sagten zu. Beide waren lieb zu den Kindern und meiner Frau gegenüber höflich. Mehr Positives fällt mir zu diesem Ereignis nicht ein. Mein Vater brachte es fertig, kaum einen Satz mit mir zu wechseln, obwohl wir gemeinsam eine Hunderunde machten. Er, der sich so häufig beklagt, zu wenig von mir mitzubekommen, stellte mir keine einzige Frage, und auch das Thema, das ihm neulich noch sehr wichtig war, schnitt er nicht an. Meiner Mutter gelang es wieder, mich ganz subtil und von außen kaum wahrnehmbar zu demütigen. Und ich verpasste es wieder, etwas Angemessenes zu entgegnen. Ich hätte ahnen können, dass sie mindestens eine Unnettigkeit loslässt. Ich hätte vorbereitet sein können. Aber ich war es nicht.

Am nächsten Tag fühlte ich mich wie ausgekotzt. Weil ich nach all den Jahren und Enttäuschungen immer noch nicht gelernt habe, dass eine Annäherung in der Regel schmerzhaft ist. Und weil ich immer noch nicht gelernt habe, mich zu wehren. Und weil ich immer noch enttäuscht bin. Was für ein gigantischer Blödsinn, mir von Personen, von denen ich weiß, dass sie nicht in der Lage sind, Wertschätzung für mich zu empfinden und/oder zeigen, die Stimmung verhageln zu lassen. Dabei machte Kind2 mir ganz nebenbei ein wunderschönes Kompliment, als es zu meinen Eltern „ihr habt ein tolles Kind gekriegt“ sagte.

Nach der Abreise der Kinder nutzten wir einen kurzen Energieschub und räumten jede Menge Zeug, das sich inzwischen als Müll herausgestellt hatte, aus dem Keller ins Auto. Anschließend kauften wir ein Chromecast-Dingsi und freuten uns eine Weile über die wunderbare neue Spielerei, um dann schließlich doch wieder eine DVD einzulegen und das halbe Wochenende mit der vierten und fünften Staffel von Orphan Black auf dem Sofa zu verbringen.